Martin Timm


 

 

 

 


,To paint a picture means,

by and large,

to create resistances

in order to overcome them.'

(Per Kirkeby)

 


 


 

 

Auftakt

 

Im 12. Lebensjahr fängt alles an: erste Gehversuche in schwarzweiß. Mit dem Klassiker aus Blech, der vielgeliebten 6x9 Agfa-Box - die mit diesem herrlich butterweichen Klacken und den genauso butterweichen Bildern. Immerhin ständiger Staub zwischen Linsen, ein klapperndes Magazin im dosenhohlen Innenleben, ein quietschender Schieber mit gerade mal zwei Lochblenden - für je eine Witterung. Und: nie die Sicherheit, dass das Ding nach dem Schließen wirklich lichtdicht ist.

 

Aber - und das ist es: pure Fotografie, pures Feuer. Ein Mitbringsel von Großtante Mimi. Und Auftakt: der erste Lidschlag für die Lust Martin Timms am Blick aufs Bild - und am Respektverlust vor dessen fotografischen Grenzen:

 

,Ein Bild zu malen bedeutet im Großen und Ganzen, Widerstände zu schaffen, die es dann zu überwinden gilt.' 

 

Dieser Satz des großartigen Dänen Per Kirkeby, Star der abstrakten Landschaftsmalerei, muss irgendwie Pate gestanden haben bei der ersten Begeisterung Timms für diese kleine, mattschwarze Kiste mit dem treuherzigen Blick, der immer nach vorn weist. Und auch die ist ja zum Malen da - eben weniger mit Pinsel als vielmehr mit Licht.

 

Der 1961 in Hamburg geborene Fotograf lernt zunächst bei Konrad Hauser im norddeutschen Ratzeburg und studiert dann Fotoingenieurwesen in Köln. Schwerpunkt Bildgestaltung. Zugegeben eine fotografisch eher kühle Erfahrung inmitten Mathematik-scheinverliebter Techniker, wahres Herzblut findet er dort nur zwischenzeilig.

 

Aber manchmal muss man ja einfach nur wissen, wovon genau es sich abzugrenzen lohnt. Thematischer Lieblings-Teaser in Bildern und späteren Trainings wurde das pure Gegenteil: Sehsinn und Bildsprache, Gestalt und Komposition, Leidenschaft und Dialog am Motiv. Wo sich Plausibles und Irrationales ebenso berühren wie Apollo und Dionysos, da fuchst es ihn schon früh. In fotografischen Fachlabors, Studium und Assistenzen entwickelt er seinen ersten Feinschliff für die allerersten Aufgaben. Und die waren zuallererst noch kommerziell.

 

 

 

  

   

 

 

 

Fotograf und Trainer

 

Seit 1991 aber ,schießt' er freischaffend. Eigene freie Arbeiten bestehen seitdem aus Antike-inspirierten Sequenzen. Deren Produktion zieht sich schon wegen der oft aufwändigen literarischen Recherche meist über Jahre hin.

 

Seit 2008 düngt und wässert er ein neues Forschungsfeld: Von der Dunkelfotografie mit teils mehreren Stunden Belichtungszeit in der freien Natur geht es zunächst in leichtere Abstraktionen bis hin zur völlig gegenstandsbefreiten Fotografie. Genauer: Abstraktionen am Motiv mit der Kamera, seit Kurzem auch am Mikroskop und Endoskop.

 

Im Umfeld einer motivischen Aura dialogische Prozesse erleben und diese in Bilder wandeln, das treibt ihn. Kompositorische Studien und freie Arbeiten finden Sie unter:

 

 

 

www.Timm.meinAtelier.de

 

 

 

Parallel dazu: B2b gebucht wird er für Shootings, bei denen die Motive stillhalten: Produktionen im Architektur-, Makro-Stills- und Food-Sektor, sowie Natur bei Nacht und Nebel. Die Mappe dazu gibt es hier:

 

 

 

Jobs

Neben Auftragsarbeiten und Ausstellungen freier Projekte ist er als Dozent, Privat-Coach und freier Trainer unterwegs. Dafür geht es schon mal weit aufwärts (Kompositionen aus dem Heißluftballon über den Alpen), mal abwärts (HDR-Experimentals in unterirdischen Berliner Katakomben) oder zügig vorwärts (Wildpferdestudien im Münsterland).

 


 

Neben solchen Specials, Seminaren und Vorträgen über Kompositionstheorie oder fototechnische Themen gibt es aber noch ein Workshop-Programm mit handlicheren Themen, zu finden unter:

 

 


www.TimmFotografien.de/workshops.php

 

 

Diese Veranstaltungen werden bundesweit über einzelne regionale Partner kommuniziert, Institutionen und renommierte Fotofachgeschäfte. Interessant für Gruppen oder Einzelpersonen, privat oder geschäftlich: Fotografen, Fotointeressierte, Fotoindustrie, Fachhandel, fachfremde Gewerbe, private Kunst- und Fotoschulen, Fotoclubs, Hobbyisten, Freiberufler und ganz normale Fotoverrückte.

 

 

 

   

 

 

 

Fotografie und Malerei

 

Der fotografische Tellerrand hat ihn noch nie interressiert, höchstens als Sprungbrett. Schon gar nicht dieser Industrie-generierte Bildgeschmack, den die zunehmende Digitalisierung offenbar zu zementieren versucht und von dem ständig in Foren zu lesen ist.

 

Fotografie ist für ihn weit mehr als das, was mit ihr geschmäcklerisch oder digitalfototechnisch möglich ist. Zu Recht stehe das Innovative zwar hoch im Kurs, meint er, zu Unrecht oftmals aber über dem bildnerisch Individuellen. Auch wenn er - zumindest in der Rückschau - ein wichtiges kulturelles Seismogramm ist: Vom Zeitgeist müsse man sich weder abgrenzen noch beeinflussen lassen. Dazu sei dieser zu sehr von der Fotoindustrie geprägt.

 

Die intellektuelle Schmalbrüstigkeit, mit der sich die gängige Mainstream-Fotografie gar zu oft zeigt, nutzt Timm vielfach zum Sprung ins scheinbar Artfremde. In die Autorität des Alten. Besondere Inspiration verfolgt ihn allzu gern von ganz weit außen, vielfach aus Malerei, Mythologie und Musik. Befruchtung pur für ihn: Altertum und Renaissance sowie der Werdegang vom Naturalismus in die Abstraktion und schließlich in den abstrakten Expressionismus, wie ihn die Malerei erlebt und vorgemacht hat.

 

Malerei ist eigentlich das interessantere Medium, aber - malen kann ich nicht, sagt er. Jedenfalls nicht mit Pinsel und Palette. Also nehme ich doch meine schwarze Kiste mit Luft drin. Die war ja einst im Grunde sogar nur fürs Malen erfunden worden. Eben mit Licht: photos graphein...

 


 

 

 

 

Der Autor

 

Anfang 2010 erscheint sein Lehrbuch Die Kunst der Architekturfotografie bei Addison-Wesley, München. Vorausgegangen sind Jahre der Inspiration, gut acht Monate Transpiration, einiges an Konzentration und doch viel zu wenig Kontemplation. Dazu aber eine Riesenmenge Spaß am völlig freien, Grenzen auslotenden Experiment.

 

Wie man Häuser technisch und gestalterisch ins Bild bekommt - das kann man in einer halben Stunde erklären. Darum allein dreht es sich also nicht. Dieses Buch zeichnet einen Kreis, einen Themenkreis. Es fragt nach dem Du, nach dem Ich - es beginnt mit den freien Formen der Natur (Höhlen, Blätterverschlage) und der Inspiration, die jeder, selbst ein Mensch vom Fach, im Moment der tiefsten Unsicherheit erleben darf.

 

Dann bewegt es sich hinweg über die geglätteten Formen, die Häuser von ihrer Umgebung unterscheiden. Bis schließlich hin zu Bautenbildern, auf denen dann doch wieder kaum noch ein Hauch des fotografierten Gebäudes zu erkennen ist.

 

Dies als wäre die Freiheit von einst ganz plötzlich wieder da, nicht nur die der Formen. Und als könnten Kamera und Haus uns eben diese Einsicht lehren. Wozu sonst sind Grenzen, auch die von Häusermauern, als zum Drüberhüpfen da...

 

 

 

   

 

Wers gedruckt nicht mehr bekommt: Als eBook ist es nach wie vor erhältlich.

 

 

 

Woher die Lust

 

Im Grunde tut er es am liebsten allein. Nein zu zweit, mit Kamera eben.

 


Aber noch etwas reizt ihn sehr: Lernen und Lehren auf Augenhöhe. Das gemeinsame Werden mit anderen, das gegenseitige Geben und Nehmen im Vermitteln von Fotografie - mal ist es Freud, mal Leid, aber immer fasziniert es ihn: Die Grenzen zwischen Lehren und Lernen verschwimmen im Training zugunsten einer gemeinsamen inneren Aktion, dem fotografischen Erlebnis. Das ist 1:1. Eben face to face.

 


Was ihn treibt? Ganz einfach die pure Lust auf Teilhabe anderer an der Intensität des Tuns mit der Kamera. Und: das wunderbare Gefühl, in der Erfahrung mit Teilnehmern, Lesern, Hörern und dem einzelnen Coaching-Partner auch selbst weiterzuwachsen. Eine tolle Bereicherung. Fotografisch wie persönlich.

 

 


 

 

 

Persönliches Einzeltraining 1:1

 

Auch Sie tun es gern zu zweit? Mit eigenem Coach? Sie haben ein fotografisches Projekt im Sinn? Oder ein persönliches, das sich mit den Mitteln der Fotografie am besten lösen lässt? Sie oder Ihre Firma wünschen sich fürs Gestalterische und Technische die Begleitung eines persönlichen Mentors? Oder hegen einfach ganz besondere Erwartungen an einen Trainer - einen, der nur für Sie allein da ist? Kein Problem, sehr gern sogar.

 


Seien Sie Chef. Oder Chefin: Vollkommen abgestimmt auf Ihre Wünsche bekommen Sie exklusive Einzeltrainings 1:1. Auf Augenhöhe. Professionelle Mentorings im Privat- und Business-Sektor für Einzelpersonen oder selbstorganisierte Kleingruppen.

 

Das Ganze mit individueller Terminabsprache, Ihrer Wunsch-Location, Ihrem eigenen Thema und einem bewährt interdisziplinären Ansatz. Infos unter Workshops/FotoCoaching 1:1. Oder melden Sie sich einfach kurz per Mail; Sie werden gern informiert.

 

 

 


 

 

Foto: Alexandra Paulus